das ende einer beziehung ist immer schwer, doch wenn es so gar nicht absehbar ist, ist es doppelt hart. so kommt es zumindest mir vor. i hatte keine ahnung dass das ende einer wirklich, jedenfalls in meinen augen, tollen beziehung, naht als ich freitag vor einer woche zu meinem freund fuhr und den abend mit ihm verbrachte. zugegeben ich war den tag davor auf einem unifest und einigermaßen betrunken, was sich auf den darauffolgenden tag mit müdigkeit und unkonzentriertheit auswirkte, und ich nicht sehr gesprächig war. doch ich konnte, zumindest keine offensichtlichen anzeichen, dass irgendwas nicht stimmte erkennen. auch am darauffolgenden tag war noch alles in ordnung, als ich kurz vor mittag nach hause fuhr, meine mutter war krank, mein vater war nicht zu hause und ich wollte auf meine 2 kleinen schwestern aufpassen, ihnen etwas zu essen machen und anschließend spazieren gehen. ich telefonierte noch mit ihm und vereinbarte, dass wir uns am abend sehen würden. doch als ich mich meldete, nachdem ich meine schwestern versorgt und das nötigste in meinem zimmer erledigt hatte, hob er nicht mehr ab. ich war richtig sauer als ich ihn 3 stunden später immer noch nicht erreichte und machte mich auf den weg in ein lokal um eine freundin zu besuchen. als ich am nächsten tag immer noch nichts von ihm hörte, fing ich an mir richtige sorgen zu machen, dass ihm etwas passiert war. (ja ich mache mir schnell sorgen und meistens auch unnötig!) als ich mich auf den weg zu ihm machte, ich hatte am vortag auch mein auto in seiner gegend stehen lassen, malte ich mir die schlimmsten horrorszenarien aus – eine blondin öffnet mir die tür, er macht nicht auf und es ist ihm etwas zugestoßen, usw – ja ich weiß dumm, aber was denkt man sich in so einer situation, man sucht nach begründungen für das was ist oder auch nicht! als ich dann ankam, war er kerngesund und es war auch keine blondine zu sehen (jedenfalls für mich). dafür bekam ich den schock meines lebens, als er auf meine fragen, was den los sei antwortete, dass er zeit brauchte um nachzudenken und es für besser halte wenn wir uns trennen, ich war so perplex, dass ich nur noch antwortete ob ich erfahren dürfte wieso, die antwort jedoch nicht mehr abwartete sondern nur wortlos ging um nicht vor ihm in tränen auszubrechen. gar nicht so sehr darüber, weil der mensch der wie ich dachte voll und ganz in allen lebenslagen zu mir steht nicht mehr in meinem leben sein würde, sonder vielmehr, weil ich von diesem menschen auf richtig derbe art und weise abserviert worden war. ich ließ einige zeit verstreichen, setzte mich in mein auto, rauchte eine zigarette um mich abzureagieren und wieder zu beruhigen, wobei ich mit freundinnen telefonierte und mit meiner mutter. als ich wieder etwas kraft getankt hatte nahm ich nochmal allen mut zusammen und ging nochmal zu ihm. dieses mal wollte ich genau wissen wieso. doch ich bekam keine befriedigenden antworten. das einzige was mir noch richtig in erinnerung ist, ist „i woas des is hoat“. hallo, sowas bringt niemanden was und schon gar nicht der person, die gerade so sehr verletzt worden ist!! im gegenteil, ich finde so eine aussage sehr gemein und vor allem unpassend!
am nächsten tag war ich wieder in salzburg und schrieb ihm eine e-mail, in der hoffnung noch alles aufzuklären und einige antworten zu bekommen. ich bekam zwar welche, doch am ende kam ich mir noch mehr verarscht vor, als ganz zu anfang. er endete unseren sehr kurzen mail kontakt mit einer definition von cool, was ich angeblich anfangs war und dann nicht mehr (hallo, wenn ich eine definition aus dem lexikon will, dann schau ich selber nach! ich will eine persönliche!) und dem satz „ich weiß das hilft dir alles nicht sehr weiter, aber bitte schreib mir nicht mehr!“
muss ich mich wirklich so abspeisen lassen? ich finde nicht! und würde ich nicht alles nochmal gelesen haben und gründlichst darüber nachgedacht haben, würde ich wohl im stillen kämmerlein immer noch hoffen, dass alles nur ein schlimmer, schlimmer traum war und ich gleich aufwachen, ihn anrufen und es ihm erzählen würde. doch es ist nicht so. und was wirklich paradox ist, ist, dass ich mich anfangs, wo ich angeblich so cool war, mich überhaupt nicht auf die beziehung eingelassen habe. ich dacht, er ist nett, hübsch, ich mag ihn. doch die verliebtheitsgefühle, wo du denkst du hebst hab vor lauter schmetterlingen im bauch waren nicht da. zwar auch am ende nicht so wie ich vielleicht gerne gewollt hätte, doch er war mein perfekter freund. zumindest bis er mir ein messer in den rücken stieß.
dieses erlebnis hat mich in eine echte krise gestürtzt. da ich noch nie eine beziehung führen konnte die 1. über 4 monate hinausgeht (und da rede ich von einer richtigen beziehung, nicht einem einmal ja voll und ganz und dann wieder schau ma mal, wenn ma uns wieder sehn) und 2. ich von meinen partner am ende immer das gefühl vermittelt bekam nicht beziehungstauglich zu sein.
anfangs finden sie mich immer cool, keine ahnung was es mit diesem wort auf sich hat, ich finde es sagt gar nichts aus! doch je genauer sie mich kennen lernen, desto weniger entspricht ihr persönliches bild, das sie von mir haben, dem was ich wirklich bin.
veränder ich mich wirklich so sehr in einer beziehung oder bin ich einfach wirklich nicht tauglich dafür eine zu haben???? keine ahnung.