nach sehr langer zeit habe ich wieder von dir gehört und mich gefreut wie ein schneekönig. früher verbrachten wir viel zeit miteinander, doch irgendwie verlor sich diese freundschaft ein wenig im trubel des lebens und der matura. schade!
dann kam ein anruf von dir, doch ich hob nicht ab, denn ich war am weg zu meinem freund, der diese freundschaft nicht verstand. er meinte immer eine innige freundschaft zwischen mann und frau ginge nicht… aber in diesem punkt, wie in so vielen anderen hat er sich gewaltig getäuscht! es geht. auch nach monaten des nicht sehens, wo wir so gut wie keinen kontakt hatten, wo so vieles geschehen ist. das ende deiner und meiner beziehung, sogar zu etwa der selben zeit. unser beider studienanfang und der versuch uns eine neue existenz, so weit uns dieses schon möglich ist, autzubauen. in verschiedenen städten, in verschiedenen bundesländern. es ist wie am anfang, nur dass wir nun viel mehr im leben stehen, reicher sind an erfahrungen und ich erkenne, wie weich du sein kannst. ich kannte diese seite an dir noch gar nicht, deinen großen wunsch karriere zu machen um später die frau deines lebens zu heiraten und mit ihr kinder zu bekommen. eine glückliche familie zu haben! aber vielleicht ist das der ganz natürliche wunsch von kindern, die nie eine wirklich intakte „normale“ familie kannten. ohne sie aufgewachsen sind. wie änlich wir uns sind und doch so verschieden. es wundert mich immer wieder.
wie froh bin ich, dass ich dich zurückgerufen habe! und wie froh bin ich, dass ich dich gestern gesehen habe.
als du mich gestern abgeholt hast, war es so ein vertrautes gefühl. dann zu dir nach hause. als ich letzte woche deine mama beim einkaufen sah, erkannte sie mich nicht. heute allerdings begrüst sie mich genauso herzlich wie früher. vielleicht auch, weil sie weiß, dass zwischen uns nie etwas sein wird. dass ich nicht in dein beuteschema falle. dass sich mit mir nicht ihr eigenes schicksal wiederholt.
unser heutiges hauptthema sind unsere gescheiterten beziehungen, unsere ängste, zukunftspläne und dass man mit dem leben nur dann klar kommt, wenn man sich darauf einlassen kann und die fähigkeit besitzt sich treiben zu lassen, ohne dabei ganz die kontrolle zu verlieren. nach 1,5 flaschen excellentem rotwein und ein paar stunden später sagst du plötzlich aus heiterem himmel, aber mit einer selbstverständlichkeit “wenn wir mit 28 noch nicht den partner fürs leben gefunden haben, dann heirate ich dich?“. ich bin kurz perplex, fange zu lachen an und sage „ja ok, wieso eigentlich nicht?“. es ist die art „antrag“ (wenn man so will), die zum einen tief berührt, obwohl man weiß, dass dies höchstwahrscheinlich nie der fall sein wird und zum anderen auch erschreckt, weil man sich doch seinen seelenpartner fürs leben so sehr wünscht und durch solche sachen wird bewusst, dass die wahrscheinlichkeit so gering ist, dass man solche arrangements trifft oder es zumindest versucht. doch muss ich auch sagen, dass es anders war, als wenn man beispielsweise in der schule so etwas im spass sagt. es hatte viel mehr bedeutung für uns. nicht dass wir wirklich vorhaben einmal zu heiraten, du findest sicher schnell wieder einen partner, sondern es ist dieses füreinander da sein, wenn man sich braucht.
mein vater sagte, als ich fuhr „alte liebe rostet nicht“. ich denke er hat nicht einmal so unrecht. es ist liebe, aber nicht die art von liebe, die ein pärchen im herkömmlichen sinne hat, wo man sich nach der körperlicher nähe sehnt, nach zärtlichen küssen; es ist eine liebe auf einer ganz anderen ebene, stark verbunden mit vertrautheit und etwas, dass sich für mich nicht in worte fassen lässt.
als ich merke, dass du schon müde bist, will ich nach hause gehen, doch du meinst ich solle doch hier bleiben. du willst nicht, dass ich in der nacht noch alleine nach hause gehe. aber es ist doch gar nicht weit! trotzdem soll ich doch bei dir übernachten. bei mir wäre es etwas anderes, da du sowieso weißt dass da nie etwas sein wird. doch ich gehe. es ist wohl die beste entscheidung. nicht weil ich uns nicht traue, aber wenn doch etwas sein sollte, habe ich angst dieses wunderbare etwas dass uns verbindet zu zerstören. ausserdem möchte ich dem blöden gerede deiner mama und meinen eltern entgehen. und es war ein perfekter abend, den man am besten ausklingen lässt, indem man ihn beendet und alleine in seinem bett schläft.
danke für diesen wunderschönen abend! und vor allem schön, dass es dich gibt! und falls wir uns nicht mehr sehen und hören, aus welchen gründen auch immer (was ich allerdings nicht hoffe!!!!!!!!) bis 2016 bei unserer märchenhochzeit!
schön… wenn ich trauzeugin sein darf… habt ihr auch meinen segen.
und ich werde taufpate des ersten kindes? … ähm. nein. ich werde euer erstes kind.
mensch… das is ja toll… dann sind wir eine richtige ganz große familie… wie schön… *mich freu wie ein schnitzel in der pfanne oder auch ein schneekönig*
wer sagt denn das du trauzeugin sein darfst? vielleicht heirat i ja ganz still und leise auf einer karibischen insel?!?!?
aber mein kind darf natürlich mit!
heeyyy— ich bin immer für dich da… und dann solltest vielleicht auch nett zu mir sein… hmmm…
das kind darf mit. das kind darf mit *noch tausend mal vor mich hinsing*
gewonnen!
mit einem blondiner red ich gar nicht erst! *in die ecke geh und schmoll*
vielleicht darfst eh du auch mit. weiß i nur jetzt noch nicht so genau… is ja auch noch 8,5 jahre hin!
bis dahin überleg i mas numal ok????