einfach leben

die schwierigkeiten des lebens und des “anders seins”

Bittersüß März 31, 2008

Einsortiert unter: Uncategorized — schokofee @ 3:06 nachmittags

Nach einer gefühlten Ewigkeit, wieder mal die Zeit genommen um alles von mir ab zu schreiben! In meiner heißgeliebten Pyjamahose mit dem Laptop und einer entspannenden CD aufs Bett geknotzt und über die vergangenen Wochen nachgedacht. Dabei auf wiederaufflammende Gefühle, alte Gewohnheiten und Sicherheiten, die, wenn ich so darüber nachdenke, in Wirklichkeit gar keine sind, gestoßen. Dabei ist unweigerlich die alte Frage aufgekommen, was ich vom Leben zu erwarten habe. Ob ich jemals den Mut finden werde eine echte Beziehung zu haben und sie nicht gleich wieder im Keim zu ersticken, sobald etwas daraus zu wachsen droht, ob ich jemals einen Beruf finde in dem ich voll aufgehen kann (habe immer noch keine Vorstellungen was ich später arbeiten will), ob ich jemals ein eigenes Haus habe und die wirklich wichtige Frage, ob ich irgendwann mit dem Mann den ich hoffentlich über alles liebe ein oder zwei Kinder haben werde.

Die letzten Tage waren voll solcher Gedanken, zum einen, weil wieder einmal ein großes Familienfest war und zum anderen, weil ich zuerst durch ständige Schwindelanfälle und danach durch starke Rückenschmerzen mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt war… Jaja alt soll man nicht werden… :)

Aber mal im Ernst, ich weiß, dass diese Gedanken nicht nur ich habe, sondern so gut wie alle in meinem Alter. Es ist dieses Ungewisse in das man geht und das gleichzeitig Angst und Freude in einem hervorruft. Und jedes Mal, wenn man denkt man hat einen Marathon nach vorne zurückgelegt, wird einem bewusst es war nur ein winziger Schritt und alles geht von vorne los – vielleicht nicht ganz genau so wie man es schon kennt, sondern etwas abgewandelt, doch im Grunde wiederholt sich alles immer und immer wieder. Ob es nun die eigenen Geschichten sind, wie Konflikte mit den Eltern, die man schon lange beiseite gelegt geglaubt hatte oder Familiäre Dinge, wie die Tradition, dass sich keine Frau in einer Familie helfen lassen will und man schafft es einfach nicht diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Wahrscheinlich kommt es einfach auch alles in so starker Form, weil ich bald 2 Jahrzehnte hinter mich gebracht habe… Und langsam aber sicher eine totale Panik davor entwickle!

 

4 Antworten zu „Bittersüß“

  1. lahja Sagt:

    es scheint ein wahnsinnig großer schritt zu sein, wenn plötzlich ein zweier vorne steht. aber in wirklichkeit ändert sich nicht viel. rein gar nichts.
    der deprimierendste fakt an der ganzen sache is, dass sich rein gar nichts ändert.

    und eine geschichte, die sich immer und immer wiederholt, kann man nur selbst ändern, auch wenns manchmal verdammt schwer fällt. ich versuch es immer und immer wieder auszubrechen, manchmal erfolgreicher, manchmal auch wieder nicht.

  2. just4ikarus Sagt:

    zwanzig ist cool. 2 – 0 … zwei und null. zwanzig. wie wunderbar.

    und auf deine fragen. ja. ja. ja. ja. ja. ja. ja. ja. ja. ja. basd.

  3. just4ikarus Sagt:

    ach ja, stöckchenalarm bei mir …

  4. Ich bin jetzt schon so gut wie mitte 20! Ähhh! Und ich hab noch immer keinen Plan was aus mir wird, aber ich bin. Und ich mir gehts gut. Ich lebe irgendwo wos warm ist und ich alleine bin. Und vielleicht finde ich so meinen Weg und wenn nicht komme ich eben mit nichts als Erfahrung wieder zurück, was ich für nicht wenig halte.
    Sollte ich mir jetzt Sorgen machen? Ein verdrehter Verstand wie ich macht sowas nicht, sondern geniesst mal eben den Augenblick. Und wie! Im Sommer lebt es sich einfach besser…


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